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Blicke 2
Am Flußufer
Dahinfließend – sich selbst gehorchend:
Wege endlosen Fortschreitens deutend.
Bewegungen in Wahrnehmungsfeldern.
Emsiges Treiben um die Ausflugsschiffe.
Durchbrochen die vielen Spiegelbilder:
Vom Spiel windgetriebener Wellen und
Durch Vielfalt emsiger Machenschaften.
Auf der anderen Seite der Gellért-Berg –
In Sinne und zu Geruhsamkeit drängend.
Ruhigende Sonnenstrahlen genießen.
Schöne Langsamkeit! All die Eindrücke
Zwischen Erzsébet hid und Szabadsag hid!
Blicke: ruhend, suchend, im Wechsel:
Flanierende Menschen – eher wenige;
Hastende, hektische, gierende: zuhauf.
Im Hintergrund das Laute des Verkehrs
Sich in monotone Melodien wandelnd.
Für eine Zeit Stadtgeräusche bannend,
Verändernd, musizierend: Stadtmelodien.
Distanz und Nähe gleichermaßen hier:
Was alles zulassen, was da ausgrenzen?
Auf der Bank ruhend, träumend, suchend:
Die Gegenwart versuchen anzuhalten –
Bemühungen um edle Wunschphantasien,
Auch: Augen in der Großstadt aufspüren,
Herzen mannigfaltig schlagend zu denken.
Traumtänze inmitten sozialer Wirkmacht
Ein Teil davon sein – und doch für sich –
Abhängig und unabhängig zugleich:
Dazugehörig und doch auch – fremd.
(FagusArua, Oktober - Dezember 2024)
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